Arbeitgeber erlebbar machen mit Careerdate – Fünf Fragen an Christoph Skrobol, Gründer und Geschäftsführer
Careerdate

Christoph-SkrobolDie Internetplattform Careerdate vermittelt ein persönliches Kennenlernen zwischen Unternehmen und potenziellen Mitarbeitern. Gründer und Geschäftsführer Christoph Skrobol erklärt im Interview das Konzept der Website und die Vorteile, die sich für Arbeitgeber und Bewerber ergeben.

Careerdate ermöglicht einen neuen Weg der Bewerberansprache. Was genau steckt dahinter? Wie funktioniert die Internetplattform?

Mit Careerdate stellen wir Unternehmen eine Plattform zur Verfügung, mit der jede Form eines Unternehmensevents auch zu einem Recruitingevent werden kann. Mitarbeiter können ganz simpel mit Job-Kandidaten persönliche und informelle Treffen vereinbaren, mit dem Ziel eines echten Kennenlernens, authentischer Einblicke in Aufgabenfelder und das Team. Careerdates können ein After-Work, Lunch, Tag der offenen Tür, ein Vier-Augen-Gespräch auf einer Karrieremesse oder Sportevents sein. Egal welches Firmenevent, allen gemeinsam ist, dass sie zum Recruitingkanal werden können. Sie geben Berufserfahrenen, Studenten oder Absolventen einen authentischen Blick in das Unternehmen und gleichzeitig lernen sich potentielle Kollegen wirklich kennen.

Careerdate ist damit eine vollkommen neue Kontakt- und Dialogmöglichkeit zwischen Mitarbeitern und Bewerbern, die den persönlichen Austausch und das Teilen von Erfahrungen in den Mittelpunkt stellt. Schließlich spielen Mitarbeiter eine wichtige Rolle in der Kommunikation der Arbeitgebermarke und sind die besten, weil authentischsten, Markenbotschafter.

Dafür funktioniert Careerdate für beide Seiten ganz intuitiv: Unternehmen registrieren sich bei uns und wir erstellen daraufhin ein Unternehmensprofil. Darüber erhalten ausgewählte Mitarbeiter einen Zugang zur Plattform und können von da an Treffen einstellen. Dies geschieht mit wenigen Klicks unter Angabe von Beschreibung, Datum, Ort, Art des Treffens und Zielgruppe. Die Einladung zum Treffen taucht daraufhin in einer Übersicht auf, die von Kandidaten durchsucht werden kann. Außerdem bewerben wir das Event über unsere Bewerberdatenbank, über Kooperationen mit Hochschulen, Verbänden und anderen HR-Plattformen, über Facebook, Google und in XING- und LinkedIn-Gruppen. Interessenten können sich schließlich mit ihrem Lebenslauf für das Careerdate beim Unternehmen bewerben.

CareerdateWie genau ist die Idee von „Careerdate“ entstanden? Was hat Sie dazu bewegt, eine solche Plattform zu gründen?

Wir beschäftigen uns schon lange mit den Themen Employer Branding und Talent Communication und haben nach einer Lösung gesucht, die die Jobsuche und das Recruiting attraktiver und zeitgemäßer gestaltet. Was mir in meiner Tätigkeit in der HR-Branche immer gefehlt hat, war eine Möglichkeit des echten Kennenlernens von Unternehmen und Bewerbern fernab der angespannten Situation eines formalen Bewerbungsgesprächs in einem kargen Konferenzraum.
In einem entspannten, persönlichen Gespräch kann man viel besser ausloten, ob man zueinander passt. Der Bewerber erfährt, was es bedeutet, für das Unternehmen zu arbeiten. Auf Unternehmensseite lässt sich in einem offeneren Rahmen ebenfalls besser feststellen, ob der Job-Kandidat wirklich ins Team passt.

Um die Verabredung zu solchen Treffen zu vereinfachen und den Anstoß zu einem Umdenken in der HR-Branche zu geben, haben wir Careerdate gegründet und setzen das echte, persönliche Kennenlernen als oberstes Ziel.


Welche Unternehmen melden sich bei Careerdate an und aus welchen Bereichen oder Abteilungen stammen die Mitarbeiter?

Careerdate richtet sich an die gesamte deutsche Unternehmenslandschaft, vom kleinen Startup bis zu Großkonzernen wie Bayer, Allianz oder Accenture. Je nach Größe und Art des Unternehmens, werden verschiedene Arten von Careerdates angeboten: Große Unternehmen laden zum Beispiel zu einem Ski-Event im Winter, zum Tag der offenen Tür oder einer Werksbesichtigung ein. Startups hingegen veranstalten eher ein Kicker-Turnier im Büro oder laden Interessenten zum Grillen auf der Dachterrasse ein. Jeder Mitarbeiter, der sich als Markenbotschafter versteht und aktiv am Recruiting des Unternehmens teilnehmen möchte, kann mitmachen, egal aus welcher Abteilung.

Was geschieht nach einem solchen Treffen? Wie hoch stehen die Chancen, dass ein Careerdate zu einer Einstellung führt?

Die Ansprüche an ein Careerdate sind von Unternehmen zu Unternehmen unterschiedlich: Manche nutzen es direkt für das Recruiting, andere um einen ersten Kontakt zu möglichen Bewerbern herzustellen und sich so einen Talentpool aufzubauen. Wieder andere nutzen es als HR-Marketing Maßnahme, um sich als transparenter Arbeitgeber zu präsentieren. Beim Anlegen eines Events wird eine Vorselektion vorgenommen, denn neben Ort und Zeit kann natürlich auch angegeben werden, für welche Zielgruppe das Treffen besonders interessant ist. Das Feedback zeigt uns, dass nach einem Date auch direkt Angebote rausgeschickt werden, da die Kandidaten auf Anhieb überzeugen konnten.

Worin sehen Sie den Nutzen der Plattform für Unternehmen und ihr Employer Branding? Welche Vorteile ergeben sich für die Bewerber?

Ich glaube, dass man sich nur über persönliche Treffen wirklich kennenlernen kann. Viele Statements und Kampagnen von Arbeitgebern scheinen mittlerweile beliebig und austauschbar. Was fehlt, ist oftmals die Transparenz und das authentische Erleben der gegebenen Versprechen. Das ist nur zum Teil über die Karrierewebseite und den Social Media-Auftritt eines Unternehmens möglich. Persönliche Gespräche auf Augenhöhe eröffnen hingegen Vorteile für beide Seiten, für Unternehmen und Bewerber. Zukünftigen Kollegen kann man auch fachbezogene Fragen stellen, die der HR-ler nur bedingt beantworten kann.

Careerdates zeigen Alleinstellungsmerkmale auf, fernab von 08/15-Vorstellungsgesprächen. Der Arbeitgeber wird dadurch erlebbar, der Eindruck des Job-Kandidaten geschärft und die Entscheidung, ob man zueinander passt, erleichtert – sowohl auf Bewerber- als auch auf Unternehmensseite. Letztendlich wird man später eng zusammenarbeiten. Da macht es Sinn, früh im Prozess herauszufinden, ob es auf fachlicher und ebenso auch auf menschlicher Ebene passt.

Herr Skrobol, vielen Dank für das Interview und weiterhin viel Erfolg mit Careerdate.


Christoph Skrobol, Dipl. Kaufmann, ist Gründer und Geschäftsführer von Careerdate.net, einer Plattform zur Anbahnung von persönlichen Treffen zwischen Mitarbeitern und Kandidaten. Seit 2009 beschäftigt er sich mit den Themen Talent Communication und Candidate Experience. Herr Skrobol ist regelmäßiger Referent bei HR-Kongressen und Autor zahlreicher Fachbeiträge zum Thema Employer Branding.

  • Facebook
  • Twitter
  • LinkedIn
  • Add to favorites
  • Email
  • RSS

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *


Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>