Azubimarketing – Wie Sie Schüler für sich gewinnen

AzubimarketingWo finde ich passende Auszubildende? Und wie spreche ich diese an? Und wie begeistere ich sie für mein Unternehmen? Fragen, die Unternehmen vor schwierige Aufgaben stellen. Im digitalen Zeitalter gilt es, ein zielgruppengerechtes Azubimarketing zu betreiben …

Fachkräftemangel, War for Talents, Gen Y und etliche Studien zum Online-Nutzungsverhalten der neuen Auszubildenden setzen Personaler immer weiter unter Druck. Das Stichwort heißt: Azubimarketing. Vom Messeauftritt über einen Schulbesuch bis hin zu Social Media. Die Möglichkeiten sind vielzählig.

Die Zielgruppe finden

„Gehen Sie dorthin, wo Ihre Zielgruppe sich aufhält.“ – Ein Satz, der wohl den meisten Personalern bekannt ist. Im Azubimarketing kann eine direkte, vor Ort Ansprache bedeuten, Schulen zu besuchen. Stellen Sie Ihre Ausbildungsmöglichkeiten und Ihr Unternehmen den Schülern persönlich vor. Planen Sie frühzeitig Kooperationen mit relevanten Schulen und erarbeiten Sie zielgruppengerechtes Informationsmaterial.

Eltern überzeugen

Für 59 Prozent der künftigen Azubis der Rat der Eltern entscheidend für die Ausbildungs- und Arbeitgeberwahl (Quelle: Studie Azubi-Recruiting Trends). Stellen Sie sich auf Ausbildungsmessen den Eltern vor. Wenn Sie Mutter und Vater als Fürsprecher für Ihr Unternehmen gewinnen, haben Sie gute Chancen, auch den jungen, potenziellen Bewerber zu überzeugen.

Soziale Netzwerke eröffnen Möglichkeiten

„Unsere Bewerber sind im Netz zu Hause. 97 Prozent der 16- bis 24-Jährigen surfen durchschnittlich zwei Stunden am Tag im Internet“ erklärt Felicia Ullrich, Geschäftsführerin des U-Form-Verlags im Interview mit dem IHK-Magazin Nordhessen. Nutzen Sie also die sozialen Netzwerke, um Ihre Zielgruppe regelmäßig und auf Augenhöhe von Ihren Arbeitgeberqualitäten zu überzeugen und binden Sie sie frühzeitig an Ihr Unternehmen. Der direkte Austausch steht hierbei – typisch für die Kommunikation im Social Web – im Vordergrund. Auch Arbeitgeberbewertungsportale, wie kununu.com, werden von der jungen Generation häufig genutzt, um sich über potenzielle Arbeitgeber schlau zu machen. Behalten Sie auch hier den Überblick.

Angenehmer Nebeneffekt: Sie zeigen sich als offenes, modernes Unternehmen.

Auch Online authentisch bleiben

Achten Sie bei Ihrem Online-Auftritt, z.B. auf Ihrer Karriereseite, auf eine zielgruppengerechte Ansprache. Verbreiten Sie für die Bewerber relevante Inhalte, vermeiden Sie Fachjargon oder Verkomplizierungen und ergänzen Sie Ihren Auftritt mit authentischen Fotos. Auch Kurzfilme bzw. Recruitingvideos lassen sich im Azubimarkeitng optimal einsetzen: Die internetaffine Generation Y ist mit der Videokommunikation bestens vertraut. Eine Unternehmensvorstellung in filmerischer Form ist außerdem sehr glaubwürdig und nachhaltig. Gesetz dem Fall, sie ist authentisch: Echte Mitarbeiter an realen Arbeitsplätzen, die keinen auswendig gelernten Text aufsagen oder gar rappen, sondern einen natürlichen Einblick in den Arbeitsalltag, die Aufgaben, das Team und Unternehmen geben, sind hierbei gefragt.

Der Azubiblog

Ein unternehmenseigener Azubiblog ist zudem eine gute Möglichkeit, zielgerichtetes Azubimarketing zu betreiben. Auf dem Blog können echte Auszubildende mit Beiträgen zu ihrem Arbeitsalltag, ihren Aufgabenbereichen, Firmenevents oder dem Feierabend den Leser von einem mitarbeiterorientierten Unternehmen mit attraktiven Arbeitgebermerkmalen überzeugen. Ein Azubiblog kann sich an zwei Zielgruppen mit unterschiedlichen Zielen richten: Zum einen die Gewinnung neuer Auszubildender, zum anderen die Motivation und langfristige Bindung der bestehenden Nachwuchskräfte an das Unternehmen. Design und Farbwelt des Blogs sollten ganz klar an die Corporate Identity des Unternehmens angelehnt sein. So stärkt die optische Gestaltung des Blogs die Markenidentität insgesamt. Zudem dienen Social Plugins und Verlinkungen zur Karriereseite der cross-medialen Verknüpfung zum Gesamtunternehmen. Ein besonders gutes Beispiel für ein gelungenes Azubimarketing ist der Azubiblog von OTTO. Hierzu erfahren Sie mehr in unserem Interview mit Frauke Wengerowski, Referentin im Personalmarketing bei OTTO.

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