Dont’s im Onboarding – So vergraulen Sie jeden neuen Mitarbeiter

OnboardingDie ersten Tage und Wochen im Unternehmen stellen die Weichen für den Erfolg und die Produktivität eines neuen Mitarbeiters. Wenn der neue Kollege nun aber nicht die gewünschten Arbeitsergebnisse erzielt oder Ihr Unternehmen schon nach kurzer Zeit wieder verlässt, kann ein misslungener Onboarding-Prozess schuld sein.

Endlich, die Suche nach dem passenden neuen Mitarbeiter ist zu Ende. Alle Mühen und Kosten, die Sie in die Stellenbesetzung gesteckt haben, zahlen sich aus: Sie haben den Kandidaten gefunden, der die richtigen Qualifikationen mitbringt und auch noch zu Ihrem Unternehmen und dem Team passt. Doch Vorsicht, wir haben für Sie einige DONT’s im Onboarding zusammengefasst mit denen Sie sicherlich jeden neuen Mitarbeiter vergraulen:

Vertragsabschluss und Funkstille
Das Vorstellungsgespräch und/oder (mehrere) Assessmentcenter sind erfolgreich absolviert. Sogar der Vertrag ist schon unterschrieben. Wenn dann allerdings bis zum ersten Arbeitstag Funkstille von Seiten des künftigen Arbeitgebers herrscht, zeigt dies nicht besonders großes Interesse an der Zusammenarbeit. Ein kurzer Anruf oder das Zuschicken von Informationsmaterial in dieser „Überbrückungszeit“ vermittelt Fürsorge und motiviert bereits vor dem ersten Arbeitstag.

Tisch, Stuhl und fertig ist der neue Arbeitsplatz
Unprofessionell und lieblos wirkt es, wenn der Arbeitsplatz nicht richtig ausgestattet (keine Stifte, Blöcke etc.) oder die Technik noch nicht funktionstüchtig ist. Kommt der neue Mitarbeiter an seinem ersten Tag in sein Büro, muss sicher kein großes Empfangskomitee her. Auch kleine Dinge vermitteln dem neuen Kollegen ein Gefühl des „Willkommen-seins“ und erleichtern den Start in die neue Arbeit.

Keine klaren Ansprechpartner
Die Einarbeitung in das neue Aufgabenfeld geht insbesondere in der Anfangszeit mit vielen Fragen einher. Gibt es keinen klaren Ansprechpartner, bleiben diese Fragen im schlimmsten Fall unbeantwortet. Der Mitarbeiter fühlt sich hilflos und muss sich auf die alleinige Suche nach den Antworten begeben. Mit „Mentor“ an der Seite läuft die Einarbeitung nicht nur flüssiger und effektiver, dem neuen Mitarbeiter wird außerdem ein sicheres und wertschätzendes Gefühl vermittelt. Achten Sie darauf, dass die Führungskraft in der ersten Zeit präsent ist. Regelmäßige Gespräche helfen, den neuen Mitarbeiter schnellstmöglich zu integrieren und nachhaltig an das Unternehmen zu binden.

Kein Plan?
Jedes Unternehmen tickt anders. Für den neuen Kollegen ist es sehr mühsam, sich alle Informationen zu internen Regelungen selbst einholen zu müssen. Vielmehr sollten Hinweise zu internen Abläufen (Arbeitszeit, Krankmeldung etc.) in einer Einarbeitungsmappe zusammengefasst und gebündelt zur Verfügung gestellt werden. Darüber hinaus schafft ein Ablaufplan Transparenz in der Einarbeitungszeit. Der Einarbeitungsprozess erhält so einen offiziellen Rahmen, an dem sich sowohl der neue Mitarbeiter als auch die Personalentwicklung orientieren kann.

Nach ein paar Wochen macht eine gesonderte Einführungsveranstaltung häufig Sinn, um die Unternehmenswerte gezielt zu vermitteln und erlebbar zu machen.

Wer ist denn das?
Wer möchte schon von den neuen Kollegen auf den Fluren als „Fremder“ wahrgenommen werden. Sorgen Sie dafür, dass der „Neuankömmling“ angekündigt und persönlich vorgestellt wird. Das ist sowohl für das bestehende Team als auch für den neuen Mitarbeiter angenehmer. Freundliche und hilfsbereite Kollegen erleichtern die Eingewöhnungsphase vor allem in ungezwungener Atmosphäre im Pausenraum oder in der Kantine.

Unser Tipp: Nehmen Sie sich Zeit für Ihren neuen Kollegen. Achten Sie darauf, dass sich dieser vom ersten Tag an im Unternehmen wohlfühlt. Hinterfragen Sie das Onboarding regelmäßig und lassen Sie sich Feedback über Gespräche oder Fragebögen geben. Setzen Sie Ziele und suchen Sie nach Verbesserungspotenzialen in der Personalentwicklung. Denn: Ein systematischer Einarbeitungsprozess hilft, den Mitarbeiter professionell in die Organisation, die Prozesse und das Team zu integrieren und das ist ausschlaggebend für eine langfristig erfolgreiche Zusammenarbeit.

 

 

 

 

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