Employer Branding als Instrument im Fachkräftemangel

Employer BrandingDass die deutsche Bevölkerung im Schnitt immer älter wird, ist für Politik und  Wirtschaft keine neue Entwicklung. Für Unternehmen hat dies zur Folge, dass sich immer weniger junge Menschen bewerben. Daher setzen mehr und mehr Firmen auf Employer Branding – der Positionierung und Gestaltung der eigenen Arbeitgebermarke.  

Unternehmen verschiedenster Branchen und Größen befinden sich derzeit im „War for Talents“: Es mangelt an Fach- und Führungskräften. Die Anzahl und Auswahl an Young Professionals schwindet, während zudem der Altersdurchschnitt der Belegschaft innerhalb eines Unternehmens steigt. Technische Innovation, Digitalisierung sowie die Beschleunigung vieler Prozesse erfordern gleichzeitig ein neues, dynamisches Know-how des Personals, welches die „alten Hasen“ der Branche oder des Unternehmens meist nicht besitzen.

Einer Studie des Beratungsunternehmens Ernst & Young zufolge beklagen 53 Prozent der insgesamt 3.000 befragten mittelständischen Unternehmen deutlich spürbare Einbußen aufgrund des Mangels an qualifiziertem Personal. Eine für das HR-Management durchaus ernst zu nehmende Entwicklung.

Wie können Arbeitgeber die neuen Fachkräfte der Generation Y für sich gewinnen?

In Zeiten von Social Media haben Bewerber und Absolventen sehr einfach und schnell Zugang zu Informationen zum Arbeitgeber sowie dessen Leistungen für die Mitarbeiter. Daher spielen bei der Auswahl des künftigen Arbeitgebers für die Bewerber verschiedene neue Fragen eine Rolle: Was kann mir dieser Arbeitgeber bieten? Passen die Werte des  Unternehmens zu meinen Eigenen? Welche Unternehmensphilosophie herrscht? Wodurch definiert sich das Arbeitsklima? Wie ist der Umgang der Mitarbeiter untereinander und seitens des Managements? Sprich: Ist das Unternehmen für mich ein attraktiver Arbeitgeber?

Der Klärung dieser Fragen müssen sich Unternehmen also stellen, um potenzielle Bewerber von sich zu überzeugen, dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken und nachhaltig wettbewerbsfähig zu bleiben. An dieser Stelle beginnt der Prozess des Employer Brandings. Unternehmen müssen gezielt an dem Aufbau ihrer Arbeitgebermarke und ihrem Image als attraktiver Arbeitgeber arbeiten. Intern gilt es, die Mitarbeiter zu motivieren, die Identifikation mit dem Unternehmen zu stärken und eine allgemein hohe Zufriedenheit am Arbeitsplatz zu erreichen. Nur so werden Mitarbeiter gebunden und als authentische Markenbotschafter gewonnen. Gleichzeitig müssen diese Attraktivitätsfaktoren nach außen kommuniziert werden. Von der eigenen Karriereseite, über Auftritte auf Xing, Facebook, Kununu und Co, bis hin zu Print-Publikationen sollten dem Bewerber die positiven Eigenschaften des Arbeitgebers transparent gemacht werden.

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2 Gedanken zu „Employer Branding als Instrument im Fachkräftemangel

  1. Robert

    Toller Artikel! Um dem demografisch bedingten Rückgang der Erwerbsbevölkerung entgegenzuwirken, sind mehrere Lösungsansätze denkbar: Der frühere Eintritt in das Erwerbsleben, der spätere Austritt aus der Erwerbsphase, eine Erhöhung der Frauenerwerbstätigkeit sowie der Zuzug von ausländischen Arbeitskräften

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  2. Gerti

    Hallo Zusammen,

    ich arbeite als Buchhalter Ulm ich binde mein Personal mit einer Mischung aus Wertschätzung (Prio A) und natürlich (Gehalt Prio B). Es kommt natürlich immer noch darauf an, welche Person man vor sich hat, aber im Grunde sind dies die geheimen Zutaten der Personalbindung.

    Gruß

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