Mitarbeiterbindung – Was Sie bei einer Mitarbeiterfragung beachten müssen

MitarbeiterbefragungUm relevante Optimierungsmöglichkeiten in einem Unternehmen festzustellen, haben sich Mitarbeiterbefragungen bewährt. Damit die Beteiligung stimmt, die Ergebnisse aussagekräftig sind und die Mitarbeitermotivation gefördert wird, muss einiges beachtet werden.

Mitarbeiterbefragungen signalisieren Offenheit und Dialogbereitschaft. Als strategisches Führungsinstrument binden sie die Belegschaft aktiv bei der Identifikation von Verbesserungspotenzialen ein und tragen zur Attraktivität des Arbeitgebers bei. Damit die Befragung zum Erfolg führt, sind die folgenden Tipps zu beachten.

1. Professionelle Konzeption des Fragebogens

Bei der Konzeption des Fragebogens sind aus sozialwissenschaftlicher Sicht drei Kriterien zu berücksichtigen: Die Objektivität sorgt für eine standardisierte Vorgehensweise in der Befragung sowie einen professionellen Umgang bei der Codierung und Interpretation von offenen Fragen. Die Reliabilität (dt.: Zuverlässigkeit) betrachtet die Messgenauigkeit des Befragungsverfahren. Während die Validität misst, ob die erzielten Ergebnisse genau das wiedergeben, was untersucht werden sollte. Um bei der Konzeption des Fragebogens auf Nummer sicher zu gehen und Missverständnisse frühzeitig aufzudecken, empfiehlt es sich, vorab einen Pretest mit einer kleinen Mitarbeitergruppe durchzuführen.

2. Individuelle Befragungsthemen

Inhaltlich sollte der Fragenkatalog verschiedene Aspekte abdecken. So haben sich Fragen zu Arbeitsplatz, Betriebsklima, Führungsverhalten, Kommunikation oder Arbeitgeberimage bewährt. Auch individuelle unternehmensrelevante Themenfelder, die die Zielsetzung der Organisation berücksichtigen, sollten Beachtung finden. Damit im Anschluss an die Befragung geeignete Maßnahmen zielführend abgeleitet werden können, ist die Erhebung demografischer Daten der Teilnehmer sinnvoll. Nur so sind Rückschlüsse auf den genauen Optimierungsbedarf im Unternehmen möglich.

3. Sicherung der Anonymität

Vertrauen und Glaubwürdigkeit sind grundlegende Eckpfeiler eines Befragungsprojekts. Nur wenn den Mitarbeitern die Anonymität der Befragung garantiert ist, werden ein ehrliches Feedback und eine repräsentative Beteiligung erzielt. Der Einsatz eines externen Dienstleisters mit entsprechender Methodenkompetenz kann hier nützlich sein. Dieser steht für die Professionalität und Objektivität der Befragung und vermittelt den Mitarbeitern die Sicherheit, dass ihre Antworten anonym behandelt und wahrheitsgemäß ausgewertet werden.

4. Befragungsmarketing

Professionelles Befragungsmarketing ist unabdingbar, denn umso höher die Beteiligung ist, desto repräsentativer wird das Befragungsergebnis. Die Belegschaft sollte rechtzeitig über die bevorstehende Befragung, deren Zweck und Ziele informiert und zur Teilnahme aufgefordert werden. Dafür eignen sich nahezu alle Medien der internen Kommunikation – von der Rundmail, über die Mitarbeiterzeitschrift bis hin zum Intranet oder dem schwarzen Brett. Auch die Führungskräfte sollten von der Befragung überzeugt werden, um in den eigenen Reihen für die Teilnahme zu werben.

4. Follow-up

Eine Mitarbeiterbefragung ist nur dann von Erfolg gekrönt, wenn auch die Nachbereitung professionell erfolgt. Diese umfasst neben der zeitnahen Kommunikation der Ergebnisse, vor allem die Ableitung konkreter Maßnahmen. Ansonsten kehrt sich der erhoffte positive Effekt sehr schnell ins Gegenteil, nämlich dann, wenn sich der Mitarbeiter fragt: „Warum interessiert die da oben meine Meinung, wenn sich doch nichts ändert?“ Um die Fortschritte im Unternehmen zu quantifizieren, ist es sinnvoll, circa alle zwei Jahre die Befragung zu wiederholen.

 

Was heißt das für Sie?

  1. Entwickeln Sie eine zielführende Befragung!
  2. Kommunizieren Sie die Ergebnisse transparent!
  3. Leiten Sie geeignete Maßnahmen ab!

 

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