Schreiben für die Mitarbeiterzeitschrift – Tipps für Autoren

MitarbeiterzeitschriftWer einen Artikel für die Mitarbeiterzeitschrift seines Unternehmens verfassen soll, ist selten ein geübter Schreiber. Dabei steckt hinter einem guten Artikel nicht nur Talent, sondern vor allem Handwerk. Wer einige Grundregeln beachtet, wird damit zwar nicht über Nacht zum Profi-Redakteur, bringt aber sicher einen ganz passablen Text zu Papier.

Erste Schritte

Die Grundregel Nummer eins lautet: Locker bleiben! Niemand erwartet von einem Laien den perfekten Text. Freuen Sie sich lieber auf das Ergebnis: den eigenen, abgedruckten Artikel in der Mitarbeiterzeitschrift. Wer Spaß am Schreiben findet, dem geht es meistens auch flotter von der Hand.

Zunächst einmal sollten Sie sich klarmachen, was und wem Sie etwas mitteilen möchten. Behalten Sie dieses Ziel beim Schreiben im Auge, so schweifen Sie nicht ab. Überlegen Sie auch, welche Textart für Ihre Zwecke am besten geeignet ist. Manchmal ist ein Interview lebendiger als ein wertneutraler Bericht. Für alle Artikel aber gilt: Schreiben Sie so lang wie nötig und so kurz wie möglich. Meistens wurde die Textlänge bereits in der Redaktionskonferenz im Vorfeld festgelegt. Der Umfang sollte sich nach dem Interesse des Lesers richten, nicht nach dem Mitteilungsbedürfnis des Schreibers.

Einstieg

Der Knackpunkt ist meistens die Headline, denn Sie dürfen Ihren Leser weder mit einer dreizeiligen Überschrift langweilen, noch mit einer kreativ-abstrakten in die Irre führen. Fassen Sie sich in der Headline kurz, verlieren Sie aber nicht den Bezug zum Text. Weitere Infos können in der Dach- oder Unterzeile gegeben werden.

Unterschätzen Sie den Vorspann nicht, denn der ist weit mehr als der gefettete erste Textabschnitt. Ein Vorspann informiert den Leser kurz über den Inhalt des Artikels, führt ihn aber nicht auf eine falsche Fährte. Hier hinein gehört die essenzielle Botschaft des Textes, denn so erreichen Sie auch diejenigen, die sich nur schnell informieren wollen. Auch wenn es in den Fingern juckt: Verzichten Sie darauf, mit einem Datum einzusteigen. Ganz leicht beginnt dann nämlich jeder Text der Mitarbeiterzeitschrift mit:
„Am 3. März war es wieder mal soweit …“.

Das Schreiben

In Nachberichten von Veranstaltungen, Berichten über neue Produkte, Messeteilnahmen usw. – Bestandteile von so gut wie jeder Mitarbeiterzeitschrift – geht es vor allem darum, dem Leser Informationen zu liefern. Wer sagte was zu wem und zwar wann, wie, wo und mit welcher Absicht? Die sieben W’s gehören, egal in welcher Reihenfolge, in jeden Bericht – und zwar möglichst weit nach vorn.

Schreiben Sie verständlich und erklären Sie, wenn nötig mit Beispielen! Nicht jeder im Unternehmen kennt jeden Fachbegriff und jede Abkürzung – aber es soll jeder Mitarbeiter erreicht werden. Informative Zwischentitel durchbrechen den Fließtext und erleichtern dem Leser die Orientierung.

Vor der Abgabe

Lesen Sie Ihren Text noch einmal durch. Haben Sie Ihr Ziel erreicht, oder schweifen Sie ab? Bitten Sie anschließend einen Kollegen, den Artikel zu lesen. Jeder noch so gute Autor wird irgendwann betriebsblind, Außenstehenden fallen nicht nur Unstimmigkeiten und Rechtschreibfehler, sondern auch komplizierte Satzkonstruktionen viel leichter auf. Seien Sie dabei offen für konstruktive Kritik, denn die hilft in der Regel nicht nur dem Leser – der den Text am Ende besser versteht –sondern vor allem dem Autor. Sie werden es schnell merken: Mit jedem Artikel werden Sie routinierter und Ihre Schreibe besser.

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