Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben – Mehr Flexibilität durch Arbeitszeitmodelle

Arbeitszeitmodelle-420x270Neben fordernden Aufgaben wünschen sich Mitarbeiter häufig, ihre Arbeitszeit flexibel gestalten zu können. Moderne Arbeitszeitmodelle können hier Vorteile für alle Beteiligten – arbeitnehmer- wie arbeitgeberseitig – bieten.

Arbeitszeitmodelle zielen einerseits darauf ab, Karriere und Privatleben der Mitarbeiter in Einklang zu bringen. Andererseits befähigen sie Unternehmen, auf Schwankungen in der Arbeitsbelastung zu reagieren.

Bei der Vielzahl unterschiedlicher Arbeitszeitmodelle lassen sich drei Kategorien unterscheiden: die klassischen Modelle, die offenen Modelle und Arbeitszeitkonten.

In die erste Kategorie fällt zum Beispiel die altbewährte Gleitzeit. Hierbei wird meist eine Kernzeit mit Anwesenheitspflicht in die flexibel gestaltbare Arbeitszeit eingebettet. Dadurch können Mitarbeiter Beginn und Ende ihres Arbeitstags selbst bestimmen. Gleichzeitig ist sichergestellt, dass Ansprechpartner für ihre Kunden immer zu festen Bürozeiten erreichbar sind. Ist eine persönliche Betreuung nicht so wichtig, kann auch variable Arbeitszeit ohne jede Kernzeit vereinbart werden. Eine weitere Stufe der Flexibilisierung ist die Telearbeit, auch Homeoffice genannt. Durch moderne Kommunikationstechniken wie Skype bleiben sie trotzdem mit dem Unternehmen verbunden. Will ein Mitarbeiter seine Arbeit generell reduzieren, bietet sich Teilzeit an. Der Vorteil dabei: Beschäftigungszeiten können im Hinblick auf Phasen, in denen viel Arbeit anfällt, abgesprochen werden.

Freiheit beim Zeitmanagement

Noch flexibler sind die beiden offenen Modelle Job-Sharing und Cafeteria-System. Beim Job-Sharing teilen sich zwei oder mehrere Kollegen eine Stelle. Dadurch können Arbeitszeiten variabel und je nach Vorliebe gehandhabt werden. Das Cafeteria-System bietet den Mitarbeitern innerhalb eines bestimmten Budgets die Möglichkeit, sich ihre Leistungen nicht nur mit mehr Freizeit, sondern auch durch Gewinnbeteiligungen, Zusatzversicherungen oder anderem abgelten zu lassen. Arbeitszeitkonten schließlich räumen den Mitarbeitern große Freiheit bezüglich des Zeitmanagements ein und binden sie gleichzeitig langfristig an das Unternehmen. Beim Modell der Jahresarbeitszeit wird diese je nach Arbeitsaufkommen auf das Jahr verteilt, wobei das Monatsgehalt immer gleich bleibt. Ein Lebensarbeitszeitkonto dehnt das Konzept aufs gesamte Erwerbsleben aus und ermöglicht Pausen für Weiterbildungen, Kindererziehung oder einen früheren Renteneintritt. Natürlich lassen sich alle genannten Modelle auch mittels eines Baukastensystems kombinieren.

 

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